DGM Deutsche Gesellschaft für Mittelstandsberatung mbH

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Prinzip Freiwilligkeit für soziales Engagement

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) spricht sich gegen staatliche Regulierung im Bereich der gesellschaftlichen Verantwortung von Unternehmen, neudeutsch Corporate Social Responsibilty (CSR), aus. Der DIHK verweist auf eine Studie des Instituts für Mittelstandsforschung Bonn. Demnach sind 95 Prozent der mittelständischen Unternehmen im Bereich CSR aktiv und engagieren sich für gesellschaftliche und soziale Themen und im Umweltschutz. Gerade für familiengeführte Betrieben sei dieses Engagement eine Selbstverständlichkeit, so der DIHK.

Der DIHK wendet sich gegen einen Ausbau der Informationspflichten von Unternehmen sowie gegen verpflichtende Zertifizierungsverfahren oder Standardisierungen. Diese bedeuteten neue Bürokratiekosten und schränkten die Innovation ein. Von der Politik fordert der DIHK eine Unterstützung des Mittelstandes, zum Beispiel durch die Förderung von Netzwerkaktivitäten im Bereich der gesellschaftlichen Verantwortung. Dabei solle man weiter auf das Prinzip der Freiwilligkeit setzen und den Unternehmen bei ihren vielfältigen Aktivitäten durch Projekte wie den „Nationalen Pakt für Ausbildung und Fachkräftenachwuchs“ oder das „Netzwerkbüro zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ konkret helfen.

Keine Angst vor Auslandsübernahmen

25.Oktober 2010 unter: Wirtschaft Tags:

Die Angst vor ausländischen Investoren ist meist unbegründet. Dies ist das Ergebnis einer vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung Berlin (DIW) veröffentlichten Studie. „Die Übernahme eines Unternehmens durch einen ausländischen Investor ist in der Regel nicht mit einem drastischen Beschäftigungsabbau verbunden“, sagt Autor Anselm Mattes. Die Studie zeige auch, dass Betriebe in Auslandseigentum überdurchschnittlich produktiv und exportorientiert seien. Mit etwa drei Prozent befindet sich nur ein sehr kleiner Teil der Betriebe in Deutschland in ausländischem Eigentum. Diese Unternehmen beschäftigen aber sieben Prozent der Arbeitnehmer.

Häufiges Ziel von Übernahmen sind nach Erkenntnissen des DIW sowohl Betriebe mit einer eher niedrigen als auch solche mit einer überdurchschnittlichen Produktivität. Deutsche Unternehmen, die eine gute Marktstellung in Deutschland haben oder sehr exportstark sind, würden gerne übernommen, weil sie dem ausländischen Investor den deutschen Absatzmarkt erschlössen. Unternehmen mit einer niedrigen Produktivität böten wiederum die Möglichkeit der Produktivitätssteigerung. Von ausländischen Investoren übernommene Unternehmen profitieren der Studie zufolge besonders von einem signifikanten Anstieg der Exportrate, weil der Betrieb in das Netzwerk eines internationalen Unternehmens eingebunden werde.

Schwierige Nachfolgersuche im Mittelstand

4.Oktober 2010 unter: Wirtschaft Tags: ,

Jeder dritte Unternehmer hat große Schwierigkeiten bei der Nachfolgersuche. Das ist ein Ergebnis des „Reports zur Unternehmensnachfolge 2010“ des Deutsche Industrie- und Handelskammertages (DIHK). Neue Unternehmer zu finden, wird dabei in den nächsten Jahren durch die demographische Entwicklung noch schwieriger werden, so eine Prognose des Berichts. Zwar wollten 2009 mehr Existenzgründer die Unternehmensnachfolge in Angriff nehmen, aber eine Mehrheit von ihnen – 59 Prozent – habe große Probleme bei der Finanzierung, so der DIHK. Überzogene Preiserwartungen auf Seiten der Verkäufer sind ein weiteres Problem: 36 Prozent der Senior-Unternehmer gehen nach IHK-Erfahrungen von einem zu hohen Unternehmenswert aus. Die DGM berät Unternehmenseigentümer bei der Nachfolgersuche und den Übernehmenden bei der Finanzierung und in anderen Fragen.

Generationswechsel planen im Mittelstand

3.Mai 2010 unter: Allgemein Tags: ,

Für die deutschen Familienunternehmen bleibt der Generationswechsel ein zentrales Thema. Eine aktuelle Studie des Instituts für Mittelstandsforschung Bonn (IfM) schätzt, dass allein bis Ende 2014 knapp 110.000 von Eigentümern geführte Betriebe in neue Hände übergeben werden müssen. In 86 Prozent der Fälle ist der Grund das fortgeschrittene Alter des Eigentümers. In jedem Jahr werden also rund 22.000 Unternehmen den Eigentümer wechseln. Die Schätzung des IfM bezieht sich dabei nur auf Firmen, die über hinreichende Substanz für eine potenziell wirtschaftlich erfolgreiche Weiterführung verfügen.

Eine erfolgreiche Übergabe ist nicht nur für die Unternehmerfamilien ein wichtiges Thema. In den über 100.000 Unternehmen, für die bis 2014 ein Eigentümerwechsel bevorsteht, arbeiten mehr als 1,4 Millionen Menschen. Vor diesem Hintergrund ist die frühzeitige Planung von Unternehmensübergaben umso wichtiger. Die DGM bietet Familienunternehmen eine individuelle Unternehmerberatung in Fragen der Nachfolge und anderen Themen. DGM-Geschäftsführer Reiner Fink berät Eigentümer persönlich und vertrauensvoll, um positive Zukunftsperspektiven für Eigentümerfamilien und ihre Unternehmen zu eröffnen.

Der Mittelstand, vom Raubtier gejagt

von Leonhard Weck

Kennen Sie den Film Jurassic Park? Wenn ja, dann können Sie sich sicher noch an die Szene erinnern, in der zwei der Akteure dumpfes Stampfen und knackende Äste hören. Das Geräusch wird immer lauter, die Angst steigt immer höher. Plötzlich bricht der T-Rex aus dem Dschungel hervor. Panik bricht aus und im letzten Moment können sich die zwei Gejagten im Jeep vor dem Ungeheuer retten. Sie können zwar schon dessen Atem im Nacken spüren, aber Sie schaffen es, den entscheidenden Tick schneller zu sein.

Die Unternehmenslenker mittelständischer Unternehmen sitzen am Steuer ihres Jeeps, die Mitfahrer haben Angst und der T-Rex, der sie alle jagt, ist die Weltwirtschaftskrise. Viele mittelständische Unternehmen waren bereits zu schwach, zu langsam oder zu unbeweglich, um diesem Monstrum zu entkommen. Andere, die der monströsen

Krise zum Opfer fielen, hatten einfach nur Pech. Leider steht zu befürchten, dass noch einige gefressen werden. Auch wenn viele der unvermeidlichen Experten anderes behaupten, Fakt ist: Das Tier ist noch nicht verschwunden. Beim Rat der Weisen ist ohnehin Vorsicht geboten. Schließlich haben sie den T-Rex nie kommen sehen – auch nicht, als der Boden schon bebte.

Wie sollen die Mittelständler auf diese Situation reagieren? Auch wenn der Substanzverlust bei manchen schon groß ist, bleibt nichts anderes übrig als nochmals alle Kräfte zu mobilisieren, um das eigene Vehikel noch schneller und noch beweglicher zu machen. Das gefräßige Untier verschärft den sowieso schon harten Wettbewerb um Dimensionen und die Letzten werden vom T-Rex gebissen. Von denen, die das Monster züchteten und in die freie Wildbahn entließen, ist wenig Unterstützung zu erwarten. Ihnen wurde schnell und freundschaftlich aus der Gefahrenzone geholfen. Aus sicherer Distanz sehen sie nunmehr mit an, was das Biest noch so alles anstellt.

Was können die tun, die am Lenkrad sitzen, um schneller und beweglicher zu werden? Ballast abwerfen, ist eine Möglichkeit. Offensichtlicher Ballast ist sicher schon entfernt worden. Jedoch lassen sich mit Gewissheit noch Bereiche finden, in denen verborgenes Gewicht steckt. Das sogenannte „Working Capital“ zu reduzieren, ist ein gutes Mittel, denn ein leichter Jeep beschleunigt schneller und lässt sich besser manövrieren. Alternativ kann der Mann am Steuer prüfen, ob die vorhandene und beherrschte Technologie des Unternehmens nicht auch andere Märkte eröffnen könnte. Wenn es Motor und Getriebe des Jeeps zulassen, kann die Besatzung auch auf neuen Wegen fahren und den T-Rex Haken schlagend hinter sich lassen.

Entscheidend für den Erfolg ist es, die genannten Möglichkeiten entschlossen miteinander zu kombinieren. An dieser Stelle kommt die richtige Beratung ins Spiel. Eine Beratung ist gefragt, die weiß, wo sie hinschauen und zupacken muss. Eine Beratung, die sich nicht in abgehobenem konzeptionellem Firlefanz ergeht, sondern die es gewohnt ist, schnell und zielgenau gefundene Lösungen zusammen mit den Mitarbeitern des Kunden umzusetzen. Eine Beratung die weiß, wie man die Reserven zum Beschleunigen mobilisiert, die den richtigen Weg aus dem Dschungel findet und dem T-Rex ein Schnippchen schlägt.

Leonhard Weck ist Geschäftsführer von Con Moto Strategie & Realisierung.