DGM Deutsche Gesellschaft für Mittelstandsberatung mbH

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Mittelstand sichert weiter Arbeitsplätze

21.Mai 2010 unter: Wirtschaft Tags: ,

Die Arbeitsgemeinschaft Mittelstand, ein Zusammenschluss von Verbänden aus Handel, Industrie, Handwerk und Gastgewerbe, hat in Berlin den Mittelstandsbericht 2010 vorgestellt. Demnach ging der Umsatz mittelständischer Unternehmen im verhangenen Jahr um 4,9 Prozent zurück. Trotz dieses erheblichen Rückgangs waren die Unternehmer bereit, ihre Arbeitskräfte zu halten, wie der geringe Rückgang der Beschäftigtenzahl um lediglich rund 0,3 Prozent belegt.

Zum Bericht nahmen Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV), Heinrich Haasis und der Präsident Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH), Otto Kentzler, Stellung. Haasis wies darauf hin, dass der weitere wirtschaftliche Erfolg des Mittelstands vom Zugang zu Fremdkapital und einer soliden Eigenkapitalausstattung abhänge. Kentzler betonte, dass der deutsche Mittelstand einen besonderen Beitag zur bemerkenswerten Stabilität des deutschen Arbeitsmarkts geleistet habe, der weit über die Wirkung des Kurzarbeitergelds hinausgehe.

Generationswechsel planen im Mittelstand

3.Mai 2010 unter: Allgemein Tags: ,

Für die deutschen Familienunternehmen bleibt der Generationswechsel ein zentrales Thema. Eine aktuelle Studie des Instituts für Mittelstandsforschung Bonn (IfM) schätzt, dass allein bis Ende 2014 knapp 110.000 von Eigentümern geführte Betriebe in neue Hände übergeben werden müssen. In 86 Prozent der Fälle ist der Grund das fortgeschrittene Alter des Eigentümers. In jedem Jahr werden also rund 22.000 Unternehmen den Eigentümer wechseln. Die Schätzung des IfM bezieht sich dabei nur auf Firmen, die über hinreichende Substanz für eine potenziell wirtschaftlich erfolgreiche Weiterführung verfügen.

Eine erfolgreiche Übergabe ist nicht nur für die Unternehmerfamilien ein wichtiges Thema. In den über 100.000 Unternehmen, für die bis 2014 ein Eigentümerwechsel bevorsteht, arbeiten mehr als 1,4 Millionen Menschen. Vor diesem Hintergrund ist die frühzeitige Planung von Unternehmensübergaben umso wichtiger. Die DGM bietet Familienunternehmen eine individuelle Unternehmerberatung in Fragen der Nachfolge und anderen Themen. DGM-Geschäftsführer Reiner Fink berät Eigentümer persönlich und vertrauensvoll, um positive Zukunftsperspektiven für Eigentümerfamilien und ihre Unternehmen zu eröffnen.

Den Firmenkundenberater beißen die Hunde

26.April 2010 unter: Zwischenruf Tags: , ,

von Claus Dürr

Der Frühling naht und mit ihm kommen wie in jedem Jahr die ersten Jahresabschlüsse mittelständischer Unternehmen. Business as usual für Banken und ihre Firmenkundenberater. Doch in diesem Jahr wird wohl alles anders. Denn viele Unternehmen, selbst diejenigen, die einigermaßen gut durch die Krise gekommen sind, haben ihre Eigenkapitalposition verschlechtert und werden durchwachsene Unternehmenszahlen präsentieren. Um das „zarte Pflänzchen Aufschwung“ gesund in den Sommer zu bringen, brauchen Unternehmer nun mehr Liquidität – die wieder voller werdenden Auftragsbücher müssen vorfinanziert werden. Doch anstelle mehr Liquidität zur Verfügung zu stellen, werden viele Banken Linien kürzen – und die Firmenkundenberater dürfen dies dann im direkten Kundenkontakt ausbaden. Denn wegen des schlechteren Ratings ihrer Kunden , in Kombination mit den Maßgaben von Basel II, werden reihenweise Berater die Engagements reduzieren müssen. Schließlich ist auch auf Bankenseite Eigenkapital ein knappes Gut. Schlechtere Kreditportfolien erfordern aber genau die Hinterlegung von mehr Eigenkapital.

Auf diese Situation müssen sich Unternehmen einstellen. Denn die Banken und damit die Firmenkundenberater haben nur wenige Optionen, um diesem Dilemma zu entkommen. Entweder mehr Eigenkapital für die Banken oder mehr bankübliche Sicherheiten seitens der Mittelständler oder Konditionserhöhung und Kürzung der Kreditengagements. Da die erste Option in vielen Fällen ausgeschlossen sein dürfte und politisch nicht gewollt ist, müssen die Firmenkundenberater – als Letzte in der Kommunikationskette zum Kunden, den bekanntlich immer die Hunde beißen – die unschönen übriggebliebenen Optionen Ihren langjährigen Kunden mitteilen: Nachbesicherung oder Kürzung. Massive, langfristige Beschädigung der persönlichen Kundenbeziehung könnte die Folge sein und das ohnehin schon angeschlagene Image der Bankmitarbeiter zusätzlich belasten.

Alternativen liegen beispielsweise im Blick auf das mobile Anlagevermögen, auf immaterielle Güter, wie Patente, und Forderungen der Kreditnehmer. Gerade hier liegen in vielen Unternehmen noch Ressourcen, aus denen sich Kapital und Liquidität generieren lassen. Assetklassen, welche mit hohen Abschlägen zur Hinterlegung als Kreditsicherheit versehen sind – sofern sie eine Bank überhaupt als Sicherheit akzeptiert – eignen sich besonders gut. Da Leasing- und Factoringgesellschaften Eigentümer von Anlagegut und Forderung werden, sind sie rechtlich deutlich besser gestellt und die Bewertung und Betreuung der Assets ist zugleich Kerngeschäft. Daher können sie mit deutlich höheren Wertansätzen operieren. Auch bei Banken weniger beliebte Sicherheiten, wie gebrauchte Maschinenparks, Markenrechte und Patente, können in die Sale-and-Lease-Back-Finanzierungsstrukturen wertoptimiert eingebunden werden.

Von diesen Alternativen profitieren Unternehmer und Banken gleichermaßen. Die Berater können ihren Firmenkunden neue Wege aufzeigen, indem sie externe Partner ins Spiel bringen, die Lücken bei der notgedrungenen Kürzung von Kreditengagements schließen. Insbesondere bei der Realisierung stiller Reserven kann dies zu einer Verbesserung der Finanzkennzahlen führen. Das erlaubt dann wiederum gegebenenfalls der Bank, im Rahmen eines Umfinanzierungskonzepts die Linie ausweiten. Auf derartige Lösungen spezialisierte, bankunabhängige Anbieter sind zudem keine „Futterneider“ in anderen Bankprodukten – somit ist die Position der eigenen Bank geschützt. Die Berater können mit diesem Vorgehen ihren Firmenkunden dank Vermittlung von Alternativlösungen als echte Partner auch in diesen schweren Zeiten zur Seite stehen und Lösungsmöglichkeiten aufzeigen, die den Unternehmen in der aktuell schwierigen Situation konkret helfen.

Das schafft nicht etwa die Position der Firmenkundenberater, sondern schafft vielmehr Vertrauen zwischen ihnen und ihren Kunden. Irgendwann ist die Krise auch wieder vorbei und man kann zurückkehren zum Business as usual. Und durch die amortisierenden Strukturen verlassen dann auch Partner wie Vantargis automatisch nach ein paar Jahren den Schauplatz und machen wieder Platz für zusätzliche Bankfinanzierungen.

Claus Dürr ist Vorstand der Vantargis AG in München.

Ertragslage im Mittelstand weiter angespannt

12.April 2010 unter: Wirtschaft Tags: , ,

Trotz einer leicht positiven in der Ertragsentwicklung im deutschen Mittelstand bleibt die Lage angespannt. In der Frühjahrsumfrage von Creditreform unter 4.100 kleinen und mittleren Unternehmen berichtet zwar fast jedes siebte Unternehmen (14,9 Prozent) von Ertragszuwächsen. Vor einem Jahr meldeten nur 9,2 Prozent der Befragten einen Gewinnanstieg. Dennoch ist der Anteil der Unternehmen, die über Ertragsrückgänge klagen, mit 42,5 Prozent (Vorjahr: 51,6 Prozent) weiterhin sehr hoch.

Aufgrund dieses durchwachsenen Ergebnisses ist es realistisch, auch 2010 mit steigenden Insolvenzzahlen zu rechnen. Immer noch haben 28,7 Prozent der befragten Unternehmen eine Eigenkapitalquote, die weniger als zehn Prozent der Bilanzsumme ausmacht. Selbst bei größeren Betrieben mit mehr als 250 Beschäftigten trifft dieses bedenkliche Phänomen auf jedes achte Unternehmen zu. Der deutsche Mittelstand hat also hinsichtlich seiner Kapitalisierung erheblichen Nachholbedarf. Die DGM bietet umfassende Beratung für den Mittelstand, um die Finanzsituation von Unternehmen schnell und nachhaltig zu verbessern.

Mittelstand vernachlässigt E-Sourcing

22.März 2010 unter: Projekte Tags: , ,

Mittelständische Unternehmen haben deutliche Defizite beim Thema E-Sourcing. Das ist ein Ergebnis des Barometers Elektronische Beschaffung 2010. Die jährliche Befragung wird vom Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik (BME) durchgeführt. Nur ein Viertel der mittelständischen Unternehmen nutzen laut der Studie die Möglichkeiten der elektronisch unterstützen Ausschreibung. Zum Vergleich: Bei den Großunternehmen setzen 61 Prozent diese Instrumente ein. Noch deutlicher ist der Unterschied bei elektronischen Auktionen: 51 Prozent der Konzerne führen Auktionen durch, während es bei den kleinen und mittleren Betrieben lediglich 15 Prozent sind.

Für die Zurückhaltung der KMU bei den E-Lösungen im Einkauf macht der BME vor allem personelle Engpässe und technische Schwierigkeiten verantwortlich. Grundsätzlich habe aber auch der Mittelstand die Einsparungspotenziale durch elektronische Ausschreibungen und Auktionen erkannt. Die DGM unterstützt den Mittelstand durch passgenaue Projekte, um die notwendigen Innovationsprozesse zu gestalten und den Einkauf auch technologisch für die Zukunft fit zu machen.