Mittelstand setzt auf informelles Lernen
Mit der Beschäftigtenzahl steigt das Interesse von Unternehmen an der Personalarbeit :54 Prozent der Firmen mit weniger als 50 Beschäftigen, 70 Prozent der Unternehmen mit 50 bis 249 Mitarbeitern und 79 Prozent der Betriebe mit mindestens 250 Beschäftigten messen der Personalentwicklung eine wachsende Bedeutung zu. Mittelständische Unternehmen gehen außerdem bei der Weiterbildung von Mitarbeitern andere Wege als Konzerne. Sie fördern vor allem informelle Lernwege und die Weitergabe von Wissen innerhalb der Belegschaft und verzichten eher auf kostspielige systematische Potenzialanalysen. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Befragung des Instituts der Deutschen Wirtschaft Köln (IW).
Rund die Hälfte der Mittelständler setzt demnach ihre Beschäftigten im Laufe ihres Berufslebens in verschiedenen Abteilungen ein. Ebenso viele Firmen geben den Mitarbeitern die Möglichkeit zur selbstständigen Fortbildung, zum Beispiel über das Internet. Zudem sorgen viele der befragten Unternehmen dafür, dass die Arbeitnehmer, die beispielsweise in einem Seminar neues Wissen erworben haben, als Wissensmultiplikatoren innerhalb des Unternehmens wirken.
