DGM Deutsche Gesellschaft für Mittelstandsberatung mbH

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Kreditzugang für Unternehmen wird leichter

1.März 2010 unter: Wirtschaft Tags: , , ,

Nach Aussagen deutscher Unternehmen hat sich der Zugang zu Krediten im Februar 2010 leicht verbessert. Das ergab die Umfrage zur „Kredithürde“ des Instituts für Wirtschaftsforschung (Ifo) der Universität München. Das Institut befragt monatlich 4.000 Unternehmen dazu, wie sie die Bereitschaft der Banken zur Kreditvergabe einschätzen: Als „entgegenkommend“, „normal“ oder „restriktiv“. Insgesamt bezeichneten nur noch 39,9 Prozent der Unternehmen die Kreditvergabepraxis der Banken als restriktiv, im Monat Januar waren es noch 42,4 Prozent. Obwohl in der Öffentlichkeit häufig von einer Kreditklemme die Rede ist, sieht die Mehrheit der Unternehmen in Deutschland die Situation positiver.

Dabei ist das Vergabeklima für kleine und mittlere Unternehmen im verarbeitenden Gewerbe besser als für Großunternehmen (mehr als 250 Mitarbeiter oder mehr 50 Millionen € Jahresumsatz). Bei den KMUs nehmen 39,7 Prozent der Befragten die Kredithürde als restriktiv wahr, bei den Großunternehmen sind es 46,7 Prozent. Um die Kreditvergabe und die Kreditkonditionen von Banken und Sparkassen zusätzlich positiv zu beeinflussen, berät die DGM Unternehmen bei der Verbesserung der eigenen Bilanz-Transparenz und bei der Verminderung der Kapitalbindung.

Innovationskraft und Sparsamkeit verbinden

23.Februar 2010 unter: Projekte, Wirtschaft Tags: , ,

Kleine und mittlere Unternehmen mit weniger als 500 Beschäftigten wollen ihre Investitionen in Innovationen für das Jahr 2010 um 21 Prozent reduzieren (Vergleichsjahr 2008). Das ist das Ergebnis einer Befragung des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW). Der Investitionsrückgang fällt bei den KMU damit doppelt so hoch aus wie bei größeren Unternehmen. Damit geben kleine und mittlere Unternehmen in 2010 noch rund 26,5 Milliarden Euro für Investitionen aus.

Diese angesichts der eingebrochenen Gewinne verständliche Sparsamkeit stellt den Mittelstand vor neue Herausforderungen. Dabei müssen sinkende Budgets nicht automatisch einen Stillstand der Innovationsaktivitäten bedeuten. Gerade wer in schwierigen Zeiten seine vorhandenen Ressourcen intelligent einsetzt, kann Wettbewerbsvorteile gewinnen. Dafür sind nicht unbedingt die finanziellen Anstrengungen entscheidend. Unternehmen, denen es gelingt, ihre Mitarbeiter zu mehr Ideenreichtum zu motivieren, können gerade in der Krise erfolgreicher als ihre Konkurrenz agieren.

Innovationen können sparen helfen. Das belegen Zahlen aus dem Jahr 2008: Prozessinnovationen waren hier für einen Rückgang der Stück- bzw. Prozesskosten um durchschnittlich 3,9 Prozent verantwortlich. Unternehmen, die ihre Innovationskraft gezielt stärken, können noch wesentlich höhere Sparpotenziale realisieren, wie Erfahrungen immer wieder zeigen. Die DGM bietet mit ihrer Expertise im Innovations- und Technologiemanagement eine professionelle Hilfestellung, um Produkt- und Prozesspotentiale gezielt und systematisch auszuschöpfen.

Der Mittelstand, vom Raubtier gejagt

von Leonhard Weck

Kennen Sie den Film Jurassic Park? Wenn ja, dann können Sie sich sicher noch an die Szene erinnern, in der zwei der Akteure dumpfes Stampfen und knackende Äste hören. Das Geräusch wird immer lauter, die Angst steigt immer höher. Plötzlich bricht der T-Rex aus dem Dschungel hervor. Panik bricht aus und im letzten Moment können sich die zwei Gejagten im Jeep vor dem Ungeheuer retten. Sie können zwar schon dessen Atem im Nacken spüren, aber Sie schaffen es, den entscheidenden Tick schneller zu sein.

Die Unternehmenslenker mittelständischer Unternehmen sitzen am Steuer ihres Jeeps, die Mitfahrer haben Angst und der T-Rex, der sie alle jagt, ist die Weltwirtschaftskrise. Viele mittelständische Unternehmen waren bereits zu schwach, zu langsam oder zu unbeweglich, um diesem Monstrum zu entkommen. Andere, die der monströsen

Krise zum Opfer fielen, hatten einfach nur Pech. Leider steht zu befürchten, dass noch einige gefressen werden. Auch wenn viele der unvermeidlichen Experten anderes behaupten, Fakt ist: Das Tier ist noch nicht verschwunden. Beim Rat der Weisen ist ohnehin Vorsicht geboten. Schließlich haben sie den T-Rex nie kommen sehen – auch nicht, als der Boden schon bebte.

Wie sollen die Mittelständler auf diese Situation reagieren? Auch wenn der Substanzverlust bei manchen schon groß ist, bleibt nichts anderes übrig als nochmals alle Kräfte zu mobilisieren, um das eigene Vehikel noch schneller und noch beweglicher zu machen. Das gefräßige Untier verschärft den sowieso schon harten Wettbewerb um Dimensionen und die Letzten werden vom T-Rex gebissen. Von denen, die das Monster züchteten und in die freie Wildbahn entließen, ist wenig Unterstützung zu erwarten. Ihnen wurde schnell und freundschaftlich aus der Gefahrenzone geholfen. Aus sicherer Distanz sehen sie nunmehr mit an, was das Biest noch so alles anstellt.

Was können die tun, die am Lenkrad sitzen, um schneller und beweglicher zu werden? Ballast abwerfen, ist eine Möglichkeit. Offensichtlicher Ballast ist sicher schon entfernt worden. Jedoch lassen sich mit Gewissheit noch Bereiche finden, in denen verborgenes Gewicht steckt. Das sogenannte „Working Capital“ zu reduzieren, ist ein gutes Mittel, denn ein leichter Jeep beschleunigt schneller und lässt sich besser manövrieren. Alternativ kann der Mann am Steuer prüfen, ob die vorhandene und beherrschte Technologie des Unternehmens nicht auch andere Märkte eröffnen könnte. Wenn es Motor und Getriebe des Jeeps zulassen, kann die Besatzung auch auf neuen Wegen fahren und den T-Rex Haken schlagend hinter sich lassen.

Entscheidend für den Erfolg ist es, die genannten Möglichkeiten entschlossen miteinander zu kombinieren. An dieser Stelle kommt die richtige Beratung ins Spiel. Eine Beratung ist gefragt, die weiß, wo sie hinschauen und zupacken muss. Eine Beratung, die sich nicht in abgehobenem konzeptionellem Firlefanz ergeht, sondern die es gewohnt ist, schnell und zielgenau gefundene Lösungen zusammen mit den Mitarbeitern des Kunden umzusetzen. Eine Beratung die weiß, wie man die Reserven zum Beschleunigen mobilisiert, die den richtigen Weg aus dem Dschungel findet und dem T-Rex ein Schnippchen schlägt.

Leonhard Weck ist Geschäftsführer von Con Moto Strategie & Realisierung.

Deutsche Unternehmen vernachlässigen den Markenschutz

6.Februar 2010 unter: Zwischenruf Tags: ,

von Prof. Knut Foeckler

Marken gehören zu den wesentlichen Vermögenswerten eines Unternehmens. Doch gerade deutsche Unternehmen versäumen häufig, ihre erfolgreichen Produkte und Dienstleistungen durch die Eintragung von Warenzeichen und/oder Geschmackmustern schützen zu lassen und gefährden damit ihre Geschäftsgrundlage.

Selbst große Automobilhersteller oder Softwareentwickler vernachlässigen den Schutz von Produktkennzeichnungen, was bei so bekannten Bezeichnungen wie „Touareg“ oder „Power Point“ zu erheblichen rechtlichen Problemen und in der Folge zu erheblichen Kosten führte. Nicht selten investieren Firmen in aufwändige werbliche Maßnahmen und Events, um Produkte zu präsentieren und scheuen vergleichsweise marginale Investitionen, um den Produktnamen dauerhaft zu schützen.

Ein typisches Beispiel: Ein hochspezialisiertes Hightech-Unternehmen ist als Ausrüster für die Luftfahrtindustrie weltweit erfolgreich. Das Hauptprodukt wird unter einer nicht geschützten Marke über einen Vertriebspartner verkauft. Nach zehn Jahren beenden die beiden Partner die vormals erfolgreiche Zusammenarbeit im Streit. Trotz dieser kritischen Situation wird immer noch keine Markenanmeldung vorgenommen – zumal die Geschäfte ja gut weiterlaufen. In dieser Phase entschließt sich der Ausrüster aber doch auf Anraten des Hausanwaltes, einen Markenanwalt hinzuzuziehen und über die Marke anzumelden. Drei Tage später hat der ehemalige Vertreiber die gleiche Idee. Hätte der Anwalt des Herstellers die Sache auch nur drei Tage auf seinem Tisch liegen lassen, hätte der Hersteller seinen über viele Jahre im Markt etablierten Produktnamen an seinen ehemaligen Vertragspartner verloren. Der Fall wäre dann nur durch teure Prozesse oder teure Vergleichssummen zu lösen gewesen.

Ausländische, insbesondere japanische Unternehmen, handeln in der Regel umsichtiger als deutsche: Sie melden erst alle Schutzrechte in Europa an und danach darf die Marketingabteilung durchstarten. Das gute Zusammenspiel von Kreation, Marketing und Markenrecht ist dort die Regel und schafft die Basis für bessere Wettbewerbspositionen. Ein weiterer strategischer Gesichtspunkt ist, dass auch Investoren großen Wert auf geschützte Marken legen.

Für den deutschen Mittelstand sollte das Markenmanagement zu einem wichtigen Baustein der Zukunftssicherung werden, zumal hier Aufwand und Ertrag in einem sehr günstigen Verhältnis stehen. Vorausschauender Markenschutz leistet einen wichtigen Beitrag dazu, den Unternehmenswert langfristig zu sichern. Dabei sollte man prüfen, ob es sich nicht empfiehlt, kompetente externe Partner mit diesen sogenannten Trademark Services zu beauftragen.

Professor Knut Foeckler ist Marketing- und Medienexperte. Er war unter anderem in Personalunion Programmdirektor Unterhaltung und Marketing-Direktor bei SAT.1, später Chef von MSN Deutschland und zuletzt Executive Vice President und Sprecher der Geschäftsleitung des Geschäftsbereichs Multimedia der DTAG. Foeckler ist Geschäftsführer der newturn GmbH und lehrt als Honorarprofessor für Medienmarketing / Neue Medien an der Freien Universität Berlin. Außerdem ist er ehrenamtlicher Vorsitzender des Vereins “Keine Macht den Drogen”.

Sie erreichen den Autor unter kf@newturn.net

Kosten für Bürokratie sollen sinken

3.Februar 2010 unter: Wirtschaft Tags:

Die Unternehmen in Deutschland sollen weiter von Bürokratie entlastet werden. Das sieht ein Beschluss der Bundesregierung vor. Ziel ist es, die finanziellen Belastungen der Wirtschaft aus Informationspflichten im Vergleich zum Jahr 2006 um 25 Prozent netto zu senken. Die einzelnen Ministerien sollen dazu bis zum Mai 2010 erste Vorschläge vorlegen. Die Ressorts sollen dann bis Ende 2011 die notwendigen rechtlichen Änderungen zum Bürokratieabbau formulieren. Die Kosten, die der Wirtschaft im Jahr 2009 durch Informationspflichten entstanden, beziffert die Bundesregierung auf 41 Milliarden Euro.

Ein Schwerpunkt liegt dabei bei der Erleichterung von steuerlichen und zollrechtlichen Nachweispflichten sowie bei der Steuererklärung. Informationen, die die Wirtschaft dem Staat zur Steuererhebung zur Verfügung stellen muss, verursachen allein Kosten von 21 Milliarden Euro im Jahr. In diesem Bereich ist das Einsparpotenzial also am größten. Die Kosten sollen außerdem durch die Harmonisierung und Verkürzung von Aufbewahrungs- und Prüfungspflichten nach dem Handels-, Steuer- und Sozialrecht und durch Vereinfachungen in vielen anderen Bereichen sinken.