DGM Deutsche Gesellschaft für Mittelstandsberatung mbH

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Keine Angst vor Auslandsübernahmen

25.Oktober 2010 unter: Wirtschaft Tags:

Die Angst vor ausländischen Investoren ist meist unbegründet. Dies ist das Ergebnis einer vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung Berlin (DIW) veröffentlichten Studie. „Die Übernahme eines Unternehmens durch einen ausländischen Investor ist in der Regel nicht mit einem drastischen Beschäftigungsabbau verbunden“, sagt Autor Anselm Mattes. Die Studie zeige auch, dass Betriebe in Auslandseigentum überdurchschnittlich produktiv und exportorientiert seien. Mit etwa drei Prozent befindet sich nur ein sehr kleiner Teil der Betriebe in Deutschland in ausländischem Eigentum. Diese Unternehmen beschäftigen aber sieben Prozent der Arbeitnehmer.

Häufiges Ziel von Übernahmen sind nach Erkenntnissen des DIW sowohl Betriebe mit einer eher niedrigen als auch solche mit einer überdurchschnittlichen Produktivität. Deutsche Unternehmen, die eine gute Marktstellung in Deutschland haben oder sehr exportstark sind, würden gerne übernommen, weil sie dem ausländischen Investor den deutschen Absatzmarkt erschlössen. Unternehmen mit einer niedrigen Produktivität böten wiederum die Möglichkeit der Produktivitätssteigerung. Von ausländischen Investoren übernommene Unternehmen profitieren der Studie zufolge besonders von einem signifikanten Anstieg der Exportrate, weil der Betrieb in das Netzwerk eines internationalen Unternehmens eingebunden werde.

Mittelstand mit Banken nur bedingt zufrieden

18.Oktober 2010 unter: Allgemein Tags: , , ,

Nur 47 Prozent Mittelständler sind mit ihrer Bank „zufrieden“, das ist ein Ergebnis einer Studie der Commerzbank-Initiative „Unternehmerperspektiven“. Nur knapp jeder Dritte der Befragten war mit der Dienstleistung seines Kreditinstituts „sehr zufrieden“. Für die Studie wurden rund 4.000 Inhaber und Geschäftsführer mittelständischer Unternehmen in Deutschland befragt. Wichtig für die Kundenzufriedenheit sind dabei weniger positive Kreditentscheidungen als guter Service und Beratung. Bei Gebühren und Konditionen wünschen sich 84 Prozent der Befragten mehr Verhandlungsbereitschaft auf Bankenseite, zudem fordern 83 Prozent weniger Bürokratie.

Die Mittelständler sehen aber auch bei sich selbst Defizite. Knapp 60 Prozent wollen ihr Rating und ihre Eigenkapitalquote verbessern, 56 Prozent sich in Finanzfragen generell stärker weiterbilden und 42 Prozent ihr Wissen über alternative Finanzierungsformen erweitern. Die DGM bietet individuelle Beratung zu allen Finanzthemen.

Dürfen ehemalige Mitarbeiter Kunden abwerben?

11.Oktober 2010 unter: Zwischenruf Tags: ,

von Dr. Andreas Zumschlinge

Ein Mitarbeiter verlässt das Unternehmen und nimmt einen Teil der Kunden mit, zu denen er über Jahre gute Beziehungen aufgebaut hat. Dieses Phänomen ist immer wieder zu beobachten und wird vom ehemaligen Arbeitgeber oft mit großem Ärger zur Kenntnis genommen. Da stellt sich die Frage, ob es beim Ärgern bleiben muss oder ob Unternehmen rechtlich gegen ehemalige Mitarbeiter vorgehen können, die Kunden abwerben.

Ganz konkret ist Folgendes zu klären: Ist ein ausgeschiedener Mitarbeiter berechtigt, Kunden des ehemaligen Arbeitgebers Werbe-E-Mails zuzusenden bzw. mit diesen telefonisch Kontakt aufzunehmen, um sie abzuwerben oder gilt der Kundenschutz? Der BGH hat sich kürzlich erneut mit dieser Frage auseinandergesetzt. Seine Entscheidung: Es ist im Allgemeinen nicht wettbewerbswidrig, wenn der ausgeschiedene Mitarbeiter nach einem Wechsel zu einem anderen Unternehmen Kunden seines ehemaligen Arbeitgebers anruft, die ihm aus seiner früheren Tätigkeit bekannt sind, um sie von dem Wechsel in Kenntnis zu setzen. Der BGH geht davon aus, dass der Kunde ein mutmaßliches Interesse daran hat, zu erfahren, dass sein früherer Ansprechpartner nicht mehr in dem Unternehmen tätig ist. In diesem Fall ist auch wettbewerbsrechtlich grundsätzlich nichts dagegen einzuwenden, wenn der ehemalige Mitarbeiter in diesem Zusammenhang versucht, diesen Kunden für seinen neuen Arbeitgeber zu gewinnen.

Anders ist es im Falle der E-Mail-Werbung an Kunden des ehemaligen Arbeitgebers zu Gunsten des neuen Arbeitgebers. Für sie reicht die bloße mutmaßliche Einwilligung des Beworbenen nicht aus. Insoweit ist ein Kundenschutz nach § 7 Abs. 2 Nr. 3 UWG gegeben (BGH, Urteil vom 11.03.2010 – I ZR 27/08).

Dr. Andreas Zumschlinge ist Rechtsanwalt in der Kanzlei Zirngibl Langwieser. Seine Beratungsgebiete sind Geistiges Eigentum, Wettbewerbsrecht und IT-Recht.

Schwierige Nachfolgersuche im Mittelstand

4.Oktober 2010 unter: Wirtschaft Tags: ,

Jeder dritte Unternehmer hat große Schwierigkeiten bei der Nachfolgersuche. Das ist ein Ergebnis des „Reports zur Unternehmensnachfolge 2010“ des Deutsche Industrie- und Handelskammertages (DIHK). Neue Unternehmer zu finden, wird dabei in den nächsten Jahren durch die demographische Entwicklung noch schwieriger werden, so eine Prognose des Berichts. Zwar wollten 2009 mehr Existenzgründer die Unternehmensnachfolge in Angriff nehmen, aber eine Mehrheit von ihnen – 59 Prozent – habe große Probleme bei der Finanzierung, so der DIHK. Überzogene Preiserwartungen auf Seiten der Verkäufer sind ein weiteres Problem: 36 Prozent der Senior-Unternehmer gehen nach IHK-Erfahrungen von einem zu hohen Unternehmenswert aus. Die DGM berät Unternehmenseigentümer bei der Nachfolgersuche und den Übernehmenden bei der Finanzierung und in anderen Fragen.

Wirtschaft lebt von Familienunternehmen

23.September 2010 unter: Allgemein Tags:

95,3 Prozent aller Unternehmen in Deutschland sind Familienunternehmen. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie zur volkswirtschaftlichen Bedeutung von Familienunternehmen, die das Institut für Mittelstandsforschung Bonn (IfM) jetzt vorgelegt hat. Demnach sind von den knapp 3,1 Millionen umsatzsteuerpflichtigen Unternehmen in Deutschland rund 2,95 Millionen in Familienhand und werden auch von den Eigentümerfamilien selbst geleitet. Sie leisten damit auch einen unverzichtbaren gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Beitrag: 61,2 Prozent aller sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten arbeiten in Familienunternehmen und generieren 41,1 Prozent aller Unternehmensumsätze in Deutschland.