DGM Deutsche Gesellschaft für Mittelstandsberatung mbH

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Mittelstandsmonitor zu EU-Vorhaben

26.April 2011 unter: Allgemein Tags: ,

Für Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) bietet das Bundeswirtschaftsministerium einen neuen Informationsservice über EU-Vorhaben an: Durch den sogenannten Mittelstandsmonitor können sich Unternehmer frühzeitig über Pläne der EU informieren, die den Mittelstand betreffen. In der Monitorliste hat das Ministerium gemeinsam mit Mittelstandsverbänden sämtliche Vorhaben des aktuellen Arbeitsprogramms der EU-Kommission, das sich auf die Jahre 2011 bis 2014 bezieht, systematisch auf ihre Mittelstandsrelevanz hin geprüft und nach dem Ampelprinzip gekennzeichnet.

Die Farbe Rot zeigt an, dass es sich um Vorhaben handelt, die besonders relevant für den Mittelstand sein werden. Gelb gekennzeichnete Vorhaben sind eventuell mittelstandsrelevant, grüne vermutlich eher nicht. Darüber hinaus bietet der Monitor Informationen darüber, wie der Mittelstand bei den Konsultationen zu den wichtigen Themen seine Interessen vertreten kann.

 

 

Betriebe kritisieren Unternehmensteuerreform

18.April 2011 unter: Allgemein Tags: , ,

Deutschlands Unternehmen sind nach wie vor unzufrieden mit der Unternehmensteuerreform aus dem Jahr 2008. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK). So kritisieren die Unternehmen vor allem die gewerbesteuerliche Hinzurechnung und fordern deren Abschaffung. Das Ziel, die steuerliche Bevorteilung von Fremdkapital gegenüber Eigenkapital zu verringern und die Gewerbesteuereinnahmen zu stabilisieren, sei verfehlt worden. Seit der Reform werden Finanzierungsanteile von Zinsen, Mieten, Lizenzen dem gewerbesteuerpflichtigen Gewinn zu 25 Prozent hinzugerechnet. Laut Umfrage sind rund 90 Prozent der Unternehmen davon betroffen. 38 Prozent der Befragten klagen über eine Mehrbelastung durch die gewerbesteuerlichen Hinzurechnungen, die vielfach über den eigentlichen Gewinn hinausgehe. Die durchschnittliche Mehrbelastung liegt bei 15,3 Prozent des Gewinns vor Steuern.

Probleme bereitet den Befragten auch die Thesaurierungsbegünstigung: Nur 27 Prozent der in Frage kommenden Personenunternehmen machen von der ermäßigten Besteuerung nicht entnommener Gewinne Gebrauch. Die restlichen 73 Prozent sehen in der Begünstigung keinen Vorteil. Im Ergebnis zahlen Sie deshalb höhere Steuern als Kapitalgesellschaften. Der DIHK fordert deshalb, die Thesaurierungsbegünstigung für die Personenunternehmen attraktiver zu gestalten. Darüber hinaus müsse der nominale Ertragsteuersatz von unter 30 Prozent müsse für alle Unternehmen gelten, unabhängig von ihrer Rechtsform oder Finanzierungsstruktur.

Zahl der Existenzgründungen leicht gestiegen

11.April 2011 unter: Wirtschaft Tags: ,

Im Jahr 2010 wurden in Deutschland rund 417.600 Unternehmen gegründet. Diese Zahl ermittelte das Institut für Mittelstandsforschung Bonn (IfM) in seiner jährlichen Erhebung zu Existenzgründungen. Die Zahl der gewerblichen Neugründungen stieg damit um 5.000 oder 1,2 Prozent im Vergleich zum Jahr 2009 an. Die Zahl der Liquidationen verringerte sich im vergangenen Jahr um 2,3 Prozent und belief sich auf rund 384.200. Daraus ergibt sich für das Jahr 2010 ein Gründungssaldo von 33.400, was eine Steigerung um 14.200 bedeutet. Mehr als jede zweite Gründung fand nach Angaben des IfM im Dienstleistungssektor statt. Der Handel und hier insbesondere der Einzelhandel verzeichneten hingegen einen negativen Gründungssaldo.

Neue Optionen beim KfW-Unternehmerkredit

4.April 2011 unter: Allgemein Tags: , ,

Die KfW hat die Bedingungen für den sogenannten KfW-Unternehmerkredit angepasst. Diese Finanzierungmöglichkeit richtet sich an Unternehmen, die seit mindestens drei Jahren existieren. Der Programmteil A des KfW-Unternehmerkredits bietet Unternehmen jeder Größe eine Fremdkapitalfinanzierung für Investitionen und Betriebsmittel bis zehn Millionen Euro je Vorhaben. Neu ist die Möglichkeit einer 50-prozentigen Haftungsfreistellung in der Betriebsmittelfinanzierung für kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Diese Betriebsmittelkredite bis fünf Millionen Euro werden von der KfW jetzt in der endfälligen Darlehensvariante mit einer Laufzeit von zwei Jahren angeboten.

Im Programmteil B ermöglicht der KfW-Unternehmerkredit die Finanzierung von Investitionen als Mezzaninekapital in Form von Nachrangdarlehen. Antragsberechtigt sind hier nur kleine und mittlere Unternehmen. Mit einem Finanzierungspaket aus Fremdkapitaltranche und Nachrangtranche können bis zu vier Millionen Euro in diesem Programmteil finanziert werden. Zu diesen und anderen Fragen der Finanzierung berät die DGM gemeinsam mit ihren Partnern und findet individuelle Finanzierungslösungen für den Mittelstand.

Weniger Unternehmensinsolvenzen erwartet

28.März 2011 unter: Wirtschaft Tags: , ,

Der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) rechnet in diesem Jahr mit einem Rückgang der Unternehmensinsolvenzen. Laut dem BVR-Konjunkturbericht 2011 werden knapp 31.000 Unternehmen und damit rund 1.000 Firmen beziehungsweise 3,6 Prozent weniger als im Vorjahr Konkurs anmelden. „In vielen Unternehmen hat sich mit dem konjunkturellen Aufschwung auch die Ertragslage verbessert. Der Mittelstand hat den Wirtschaftseinbruch von 2008 und 2009 gut überstanden“, sagt BVR-Vorstandsmitglied Dr. Andreas Martin. Zwar sei auch der Mittelstand in jenen Jahren vom Anstieg der Insolvenzen betroffen gewesen. Doch sei es den kleinen und mittleren Unternehmen im Durchschnitt trotz des Wirtschaftseinbruchs gelungen, ihre Ausstattung mit Eigenkapital nicht nur zu erhalten, sondern sogar weiter zu erhöhen.

Damit der Mittelstand in den kommenden Jahren seine Eigenkapitalbasis weiter stärken kann, fordert der BVR, dass sich Lohnerhöhungen auch künftig an der Produktivitätsentwicklung und an regionalen Gegebenheiten orientieren. Gleichzeitig solle der Staat entstehende finanzielle Spielräume für die Entlastung des Mittelstands nutzen, was aber nicht zu Lasten des Ziels der Haushaltskonsolidierung gehen dürfe.