DGM Deutsche Gesellschaft für Mittelstandsberatung mbH

Home » Archiv nach Kategorie 'Wirtschaft' (Seite 2)

Mittelstand nutzt Kredite der EBRD nicht

21.Februar 2011 unter: Wirtschaft Tags: , ,

Die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) vergibt Kredite für Projekte von Unternehmen in Osteuropa, auf dem Balkan und auch in den Nachfolgestaaten der ehemaligen Sowjetunion. Vom durchaus exportorientierten deutschen Mittelstand gibt es aber keine Nachfrage nach den Aufbaukrediten. „Seltsamerweise ist unter den Anträgen keiner von deutschen Mittelständlern”, sagte der Executive Director der Bank, Joachim Schwarzer, in einem Gespräch mit der Financial Times Deutschland. Es hat bisher nach Angaben der Zeitung überhaupt nur eine einzige Anfrage eines deutschen Mittelständlers gegeben – von einem hessischen Familienunternehmen für den Bau eines Werks in Kasachstan. Der Kredit sei prompt genehmigt worden.

Das Finanzierungsvolumen der EBRD betrug allein im Jahr 2010 neun Milliarden Euro. Seit der Gründung der Aufbaubank im Jahr 1991 profitierten davon vor allem von Firmen aus Spanien, Italien und Frankreich und einige wenige deutsche Konzerne. Der deutsche Mittelstand nutzt Chancen auf die finanzielle Unterstützung seines vielfältigen Auslandsengagements nicht. Dazu Schwarzer: „Anscheinend kommt in Deutschland nicht an, dass wir eine Mittelstandsbank sind.“ Die Bank gewährt langfristige Kredite über 15 Jahre nach Marktkonditionen. Dabei unterstützt die EBRD nach eigenen Auskünften auch Kredite für Projekte, die Privatbanken nicht finanzieren wollen. Das sei möglich, weil die Bank in den Projektländern Zugang auf allen Ebenen auch zu politischen Entscheidern habe, was die Sicherheit erhöhe und Probleme wie die Bürokratie oder Korruption minimiere.

Die DGM unterstützt sie in auch in internationalen Finanzierungsfragen. Wenn Sie Fördermitteln für die Finanzierungen Ihrer Projekte nutzen wollen, stehen Ihnen spezialisierte Ansprechpartner wie die Deutsche Unternehmens-Kapital (DUKON) zu Verfügung.

Kreditkonditionen fast unverändert

14.Februar 2011 unter: Wirtschaft Tags: , ,

Die Entwicklung bei den Finanzierungsbedingungen bleibt hinter der guten Geschäftssituation der Unternehmen in Deutschland zurück. Das ergab die Sonderauswertung Kreditkonditionen des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK). Trotz der guten Geschäftslage haben sich die Finanzierungsbedingungen für Unternehmen nicht verbessert. 17 Prozent der Unternehmen berichten von verschlechterten Kreditkonditionen oder abgelehnten Krediten. Im Herbst 2010 waren es noch 16 Prozent. Die Ablehnungsquote ist von zwei Prozent in der Vorumfrage auf drei Prozent gestiegen. Verbesserte Kreditkonditionen gaben mit 11 Prozent ein Prozentpunkt weniger der Unternehmen an.

Die derzeitigen Finanzierungsbedingungen sind aber für die große Mehrheit der Unternehmen unproblematisch. Nur 17 Prozent der Unternehmen sehen die Finanzierung als Hauptrisiko für ihre wirtschaftliche Entwicklung in den nächsten Monaten an. Zur Stabilisierung bei der Kreditvergabe trägt auch bei, dass die Ausfallquoten bei Mittelstandskrediten bislang niedriger waren als erwartet.

Mittelstandsbeirat besorgt über Basel III

7.Februar 2011 unter: Wirtschaft Tags: , , ,

Zur Umsetzung der Empfehlungen des Baseler Ausschusses zu “Basel III” fordert der Mittelstandsbeirat des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWI) eine mittelstandsfreundliche Lösung. Es müsse darum gehen, eine Brücke zwischen den höheren Eigenkapital- und Liquiditätsauflagen und einer sicheren Kreditversorgung zu schlagen. Der Beirat, ein beratendes Gremium aus unabhängigen Unternehmern, Freiberuflern und Wissenschaftlern, warnte vor negativen Folgen der Reform auf die Finanzierungsmöglichkeiten des Mittelstands. Deshalb sollten die vorgesehenen Übergangsfristen auf EU-Ebene vollständig ausgeschöpft werden.

Interessenverbände wie der Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) kritisieren, dass gemäß den Bestimmungen von Basel III Kredite an kleine und mittlere Unternehmen nach wie vor mit höheren Risikogewichten bemessen würden als risikoreichere Investitionen, zum Beispiel in bestimmte Staatsanleihen. Eine Erhöhung der durchschnittlichen Eigenkapitalunterlegung durch die Banken gehe daher überproportional zu Lasten des Mittelstands, befürchtet der BVMW.

Angesichts dieser Entwicklungen rät die DGM vorzubeugen und bietet mit ihren Partnern eine umfassende Beratung in allen Fragen der Liquiditätssicherung und Finanzierung.

Immer mehr Chefinnen in Familienunternehmen

24.Januar 2011 unter: Wirtschaft Tags: ,

Jedes fünfte Familienunternehmen in Deutschland wird von einer Frau geführt. Das belegen Zahlen des Deutschen Instituts für Mittelstandsforschung in Bonn. Das Institut hat Zahlen aus dem Jahr 2006 ausgewertet. Von den fast drei Millionen Familienunternehmen haben demnach 576.000 eine Chefin. Allerdings liegt der Prozentsatz bei den Unternehmen mit einem Jahresumsatz zwischen 10 bis 50 Millionen Euro bzw. über 50 Millionen Euro noch knapp unter zehn Prozent.

Die Anzahl der Inhaberinnen steigt damit langsam aber stetig an, wie der Vergleich mit den Jahren 2000 und 2003 zeigt. Diese Entwicklung, so eine Prognose der Institut der Deutschen Wirtschaft in Köln, wird sich in den kommenden Jahren beschleunigen. Eine Befragung in Familienunternehmen ergab, dass immer mehr Eigentümerfamilien das Unternehmen in der kommenden Generation an Töchter übergeben wollen.

Mittelstand: Mängel im Innovationsmanagement

17.Januar 2011 unter: Wirtschaft Tags: , ,

Der deutsche Mittelstand will im Jahr 2011 seine Innovationsaktivitäten intensivieren. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK). Der DIHK befragte 800 Unternehmen, darunter 550 kleine und mittelständische Unternehmen (KMU). 56 Prozent der KMUs gaben an, in diesem Jahr mehr in Forschung und Entwicklung investieren zu wollen. Das ist vergleichbar mit den geplanten Anstrengungen der Großunternehmen.

Einen deutlichen Rückstand zu den Großunternehmen hat der Mittelstand jedoch beim Thema Innovationsmanagement. Nur 23,4 Prozent der KMUs verfügen nach eigener Auskunft über ein systematisches Innovationsmanagement – bei Großunternehmen ist dieser Anteil rund doppelt so hoch. 45,1 Prozent der Mittelständler sprechen von einem „ansatzweise systematischen Innovationsmanagement“ und 27,4 Prozent der mittelständischen Unternehmen betreibt kein Innovationsmanagement.

Die DGM unterstützt den Mittelstand bei der Gestaltung individueller, effizienter Innovationsprozesse, die neuste Methoden nutzen und schnell in der Umsetzung sind.