Neue Bürokratiekosten für den Mittelstand
Durch eine von der EU-Kommission angestrebte Neuordnung des Zollwesens könnten jährliche Bürokratiekosten von 100 Millionen Euro im Mittelstand entstehen. Das ist das Ergebnis einer Erhebung des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), über die das Handelsblatt berichtet. Durch die Neuregelung soll die Meldebefreiung für Kleinsendungen mit einem Wert unter 1.000 Euro wegfallen. Als Grund gibt die EU-Kommission Sicherheitsbedenken an.
Von der Änderung im Zollrecht wären nach Angaben des DIHK 90 Prozent der Unternehmen mit Außenhandel betroffen. Der sogenannte Modernisierte Zollkodex der EU soll spätestens 2013 in Kraft treten. Die Kleinsendungen machen rund 20 Prozent der gesamten Versandmenge aus. Der DIHK befürchtet nicht nur Mehrkosten, sondern auch zusätzliche Probleme durch Zeitverzögerungen und kompliziertere Abläufe. Deutsche Unternehmen müssten jährlich etwa neun Millionen Zollerklärungen zusätzlich abgeben.