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Deutsche Unternehmen vernachlässigen den Markenschutz

6.Februar 2010 unter: Zwischenruf Tags: ,

Marken gehören zu den wesentlichen Vermögenswerten eines Unternehmens. Doch gerade deutsche Unternehmen versäumen häufig, ihre erfolgreichen Produkte und Dienstleistungen durch die Eintragung von Warenzeichen und/oder Geschmackmustern schützen zu lassen und gefährden damit ihre Geschäftsgrundlage. Selbst große Automobilhersteller oder Softwareentwickler vernachlässigen den Schutz von Produktkennzeichnungen, was bei so bekannten Bezeichnungen wie „Touareg“ oder „Power Point“ zu erheblichen rechtlichen Problemen und in der Folge zu erheblichen Kosten führte. Nicht selten investieren Firmen in aufwändige werbliche Maßnahmen und Events, um Produkte zu präsentieren und scheuen vergleichsweise marginale Investitionen, um den Produktnamen dauerhaft zu schützen.

Ein typisches Beispiel: Ein hochspezialisiertes Hightech-Unternehmen ist als Ausrüster für die Luftfahrtindustrie weltweit erfolgreich. Das Hauptprodukt wird unter einer nicht geschützten Marke über einen Vertriebspartner verkauft. Nach zehn Jahren beenden die beiden Partner die vormals erfolgreiche Zusammenarbeit im Streit. Trotz dieser kritischen Situation wird immer noch keine Markenanmeldung vorgenommen – zumal die Geschäfte ja gut weiterlaufen. In dieser Phase entschließt sich der Ausrüster aber doch auf Anraten des Hausanwaltes, einen Markenanwalt hinzuzuziehen und über die Marke anzumelden. Drei Tage später hat der ehemalige Vertreiber die gleiche Idee. Hätte der Anwalt des Herstellers die Sache auch nur drei Tage auf seinem Tisch liegen lassen, hätte der Hersteller seinen über viele Jahre im Markt etablierten Produktnamen an seinen ehemaligen Vertragspartner verloren. Der Fall wäre dann nur durch teure Prozesse oder teure Vergleichssummen zu lösen gewesen.

Ausländische, insbesondere japanische Unternehmen, handeln in der Regel umsichtiger als deutsche: Sie melden erst alle Schutzrechte in Europa an und danach darf die Marketingabteilung durchstarten. Das gute Zusammenspiel von Kreation, Marketing und Markenrecht ist dort die Regel und schafft die Basis für bessere Wettbewerbspositionen. Ein weiterer strategischer Gesichtspunkt ist, dass auch Investoren großen Wert auf geschützte Marken legen.

Für den deutschen Mittelstand sollte das Markenmanagement zu einem wichtigen Baustein der Zukunftssicherung werden, zumal hier Aufwand und Ertrag in einem sehr günstigen Verhältnis stehen. Vorausschauender Markenschutz leistet einen wichtigen Beitrag dazu, den Unternehmenswert langfristig zu sichern. Dabei sollte man prüfen, ob es sich nicht empfiehlt, kompetente externe Partner mit diesen sogenannten Trademark Services zu beauftragen.

Professor Knut Foeckler ist Marketing- und Medienexperte. Er war unter anderem in Personalunion Programmdirektor Unterhaltung und Marketing-Direktor bei SAT.1, später Chef von MSN Deutschland und zuletzt Executive Vice President und Sprecher der Geschäftsleitung des Geschäftsbereichs Multimedia der DTAG. Foeckler ist Geschäftsführer der newturn GmbH und lehrt als Honorarprofessor für Medienmarketing / Neue Medien an der Freien Universität Berlin. Außerdem ist er ehrenamtlicher Vorsitzender des Vereins “Keine Macht den Drogen”.

Sie erreichen den Autor unter kf@newturn.net

Kosten für Bürokratie sollen sinken

3.Februar 2010 unter: Wirtschaft Tags:

Die Unternehmen in Deutschland sollen weiter von Bürokratie entlastet werden. Das sieht ein Beschluss der Bundesregierung vor. Ziel ist es, die finanziellen Belastungen der Wirtschaft aus Informationspflichten im Vergleich zum Jahr 2006 um 25 Prozent netto zu senken. Die einzelnen Ministerien sollen dazu bis zum Mai 2010 erste Vorschläge vorlegen. Die Ressorts sollen dann bis Ende 2011 die notwendigen rechtlichen Änderungen zum Bürokratieabbau formulieren. Die Kosten, die der Wirtschaft im Jahr 2009 durch Informationspflichten entstanden, beziffert die Bundesregierung auf 41 Milliarden Euro.

Ein Schwerpunkt liegt dabei bei der Erleichterung von steuerlichen und zollrechtlichen Nachweispflichten sowie bei der Steuererklärung. Informationen, die die Wirtschaft dem Staat zur Steuererhebung zur Verfügung stellen muss, verursachen allein Kosten von 21 Milliarden Euro im Jahr. In diesem Bereich ist das Einsparpotenzial also am größten. Die Kosten sollen außerdem durch die Harmonisierung und Verkürzung von Aufbewahrungs- und Prüfungspflichten nach dem Handels-, Steuer- und Sozialrecht und durch Vereinfachungen in vielen anderen Bereichen sinken.

Reiner Fink: Geschäftsführer der DGM

Seit Januar 2010 ist Reiner Fink neuer Geschäftsführer der DGM. Der gebürtige Hamburger war in seiner zwölfjährigen Dienstzeit als Offizier der Bundeswehr in verschiedenen Stabs- und Linienfunktionen mit Führungsverantwortung tätig. Danach arbeitete er für Beratungsgesellschaften in Deutschland und der Schweiz. Als Partner und Geschäftsführer konzentrierte er sich auf die Felder Strategie, Geschäftsentwicklung und anspruchsvolle Konzepte im Veränderungsmanagement. Vor seinem Wechsel zur DGM war er Interimsgeschäftsführer für Marketing, Vertrieb und Entwicklung bei einem mittelständischen Hersteller von Medizintechnik.

Fink verfügt über fast 20-jährige Projekterfahrung in zahlreichen Branchen, zum Beispiel Dienstleistung, Automotive, Anlagen- und Maschinenbau und in der Bauwirtschaft. Seine Projekte führten ihn immer wieder ins – vornehmlich europäische – Ausland. Besondere inhaltliche Schwerpunkte setzt er in der „agilen Unternehmensführung“, einer innovativen Konzeption zur effektiveren und effizienteren Steuerung mittelständischer Unternehmen, dem Aufbau schlagkräftiger Vertriebsorganisationen und der persönlichen Beratung von Unternehmensinhabern und Geschäftsführern.

DGM-Projekte: Einfach, transparent, wirkungsvoll

6.Januar 2010 unter: Projekte Tags: ,

Unsere Projekte haben ein Ziel: Sie sollen Ihr Unternehmen effizienter steuern können. Um das zu gewährleisten, organisieren wir Projekte einfach, transparent und wirkungsvoll.

  • Unsere Projekte aktivieren Ihre Mitarbeiter und beziehen sie ein, binden aber keine unnötigen Ressourcen.
  • Alle Teilnehmer am Projekt sind immer aktuell über den Projektverlauf informiert. So minimieren wir Reibungsverluste und gewährleisten die zielgenaue, zügige Projektabwicklung.
  • Unsere Projekte verbinden strategische und operative Gesichtspunkte miteinander, damit Veränderungsprozesse effizient im Unternehmen verankert werden. Umsetzungsstärke ist ein zentraler Faktor, um Ziele zu erreichen.

ifo Institut: Banken zögern bei Kreditvergabe

5.Januar 2010 unter: Wirtschaft Tags: , , ,

Nach Ansicht des Konjunkturexperten Klaus Abberger vom ifo Institut für Wirtschaftsforschung wird die restriktive Kreditvergabe der Banken die wirtschaftliche Erholung im Jahr 2010 nicht abwürgen, aber sicher beeinträchtigen. Die Kreditvergabe der Banken bleibe kritisch und unberechenbar. Insbesondere in den Branchen, die noch lange nicht die Produktionsniveaus wie vor der Wirtschaftskrise erreichen könnten, drohten Engpässe. Nach den Erfahrungen der DGM werden diese Finanzierungsprobleme vor allem den Mittelstand treffen, der  in der Regel im Gegensatz zu Großunternehmen nicht über alternative Finanzierungsmöglichkeiten  am Kapitalmarkt verfügt.

Weitere massive Anstrengungen zur Liquiditätssicherung sind daher ein Gebot der Klugheit, auch wenn die Wirtschaftsforschungsinstitute für das Jahr 2010 eine allmähliche Erholung vorhersagen  und ihre Analysen ermutigend  scheinen. Mit einer zurückhaltenden Bewertung dieser positiven Prognosen wollen wir nicht dem Pessimismus das Wort reden, aber in den vergangenen Jahren haben die unterschiedlichsten Institute häufig zu optimistische Vorhersagen gemacht. Unabhängig davon werden vorausschauende Unternehmen jetzt strukturierte Maßnahmen zur Kostensenkung weiter intensivieren. Nur so können Sie den finanziellen Spielraum weiter ausbauen und den Banken ein Signal senden, das Vertrauen schafft. Die DGM-Methoden des Working Capital Managements schaffen Transparenz, zeigen Handlungsmöglichkeiten auf und realisieren rasch liquiditätswirksame Effekte. Kurz gesagt helfen sie Ihnen auch in schwieriger Situation unabhängig und handlungsfähig zu bleiben.

Zwischenruf: Experten schreiben für DGM-Online

Ein lebendiger Meinungsaustausch gibt Denkanstöße und eröffnet neue Handlungshorizonte. Die DGM will diese Webseite als Plattform nutzen, um den Lesern regelmäßig kurze, prägnante Beiträge von Experten zu Unternehmens- und Wirtschaftsthemen vorzustellen. Wir laden Praktiker, Wissenschaftler und Journalisten und andere Persönlichkeiten mit Sachverstand zum Zwischenruf ein. So bieten wir unseren Lesern, Kunden und Geschäftspartnern neue Perspektiven auf aktuelle Diskussionen, die die Wirtschaft und Ihr Unternehmen beeinflussen.